Die belgische Stadt Lüttich (französisch: Liège) ist das kulturelle Zentrum der Wallonischen Region Belgiens. Sie liegt am Zusammenfluss von Ourthe und Maas. In der Nähe befinden sich die Städte Maastricht in den Niederlanden und Aachen in Deutschland.
Lüttich war schon im Mittelalter ein politisch und kulturell bedeutendes Zentrum. Zumindest kulturell ist Lüttich immer noch bedeutend und nimmt auch am Programm des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2007 teil.
In Lüttich finden sich neben weiteren kulturellen Einrichtungen ein Theater und eine Oper (Opéra royal de Wallonie).Abgerundet wird der Stadtbesuch durch das im Sommer mediterrane Flair.
Sehenswert sind vor allem die Kirchen der Stadt in verschiedenen Baustilen, das Rathaus mit Vorplatz und dem Aquarium. Eine besondere Attraktion ist der Markt (Marché de la Batte) entlang des linken Maaskaies. Er findet jeden Sonntag statt und erstreckt sich über mehrere Kilometer.
Lüttich hat aber auch eine weitere Bedeutung. Von hieraus breitete sich nämlich die Industrialisierung über den europäischen Kontinent aus. Lange Zeit war Lüttich ein wichtiger Standort der Stahl- und Kohleindustrie. Mit dem Zusammenbruch dieser Industrien endete diese Ära in Lüttich und es siedelten sich mit der Zeit andere Industrien an.
Mit einer Industrie ist Lüttich aber seit dem Mittelalter eng verschweißt: der Waffenindustrie. Bereits seit dem 16. Jahrhundert gibt es entsprechende Unternehmen in Lüttich. Zur Zeit setzt das Unternehmen FN diese Tradition fort.
Eine Folge der frühen und starken Industrialisierung war die Zuwanderung aus Italien und Nordafrika, was sich noch heute im Straßenbild zeigt.

