Sofia ist heutzutage doch eher immer noch ein Geheimtipp für Städtereise. Dabei hat die bulgarische Metropole in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung erlebt, und sich her rausgeputzt ohne dabei ihr historisches Gesicht zu verlieren. Das Stadtbild von Sofia ist reich an unzähligen kulturellen und architektonischen Denkmälern. Die Hauptstadt Bulgariens, das seit Januar 2007 Mitglied der europäischen Union ist, bildet das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes, und ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt. Sofia ist im Westen des Landes, nahe der Grenze zu Serbien, gelegen, und wird im Süden vom malerischen Witoscha Gebirge umgeben, eine unter den Bewohnern der Stadt sehr beliebten Ausflugsziel. In ungefähr 50 Kilometer Entfernung erhebt sich das mächtige Balkangebirge, Namenspatron für die gesamte Balkanhalbinsel.
Sofia ist eine der ältesten Städte Europas, als gesichert gilt dass die Stadt seit knapp 5000 Jahren besteht, bei neueren archäologischen Grabungen wurden Überreste einer fast 8000 Jahren alten steinzeitlichen Siedlung entdeckt.
Im laufe dieser lange Geschichte war Sofia immer wieder das Ziel von feindlichen Eroberungen, und die Fremden Herrschaften haben tiefe Spuren im Stadtbild hinterlassen, und viele dieser einzigartigen Baudenkmälern wurden in den letzten Jahren restauriert.
Das älteste Gebäude Sofias, ist die „Rotunde Sv. Georgi“, die Georgs-Kriche. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine römische Therme, die im Laufe der Zeit immer wieder umgestaltet wurde, und schließlich ab dem 4. Jahrhundert als Kirch diente, im inneren des Baus finden sich noch Überreste von sakralen Wandmalereien aus dem 11. Jahrhundert. Die Kirche liegt im Innenhof des Sheraton Hotels, und ist fast jederzeit zu besichtigen. Im heutigen Stadtzentrum befand sich in der Antike, das Forum Romanum und Prätorium auf dessen Überresten vor knapp 100 Jahren die monumentale Alexander Newski Kathedrale im neobyzantinischen Stil erbaut wurde. Sie gilt heute als das Wahrzeichen der bulgarischen Metropole, und wurde damals als Dank für die Unterstützung Russlands im Kampf gegen das Osmanische Reich, dem russischen Nationalheiligen Alexander Newski gewidmet.
Das Inneren der riesigen, knapp 5000 Leute fassenden, Kirche, ist kostbar ausgeschmückt, mit zahlreichen Wandgemälden, Alabaster und wertvollen Holzschnitzereien, die Krypta der Kirche beherbergt ein einzigartiges Ikonenmuseum. Die Stadt säumen zahlreiche sakrale Bauten aus den verschiedenen Epochen und Baustilen. Die türkische Moschee aus dem 16. Jahrhundert, ist ein gutes Beispiel osmanischer Baukunst.
Der Borispark, im Zentrum von Sofia, lädt zu einer längeren Erholungspause während eines ausgiebigen Bummels durch die Stadt, ein. Hier befindet sich der idyllische Ariansee, zahlreiche Sportstätten, ein Freibad und der das Freiheitsdenkmal und mehrere Büsten bekannter bulgarischer Persönlichkeit. Für einen Ausflug empfiehlt sich auch der Witoscha-Naturpark, am Fuße des gleichnamigen Gebirges gelegen.
Die Hauptstadt bildet auch das kulinarische Herz des Landes, so finden sich in der Stadt zahlreiche Restaurant unterschiedlicher Kategorien, die nationale und internationale Speisen anbieten. Die bulgarische Küche ist sehr reichhaltig und frisch, zu den Spezialitäten gehören: Tarator ein Salat aus Gurken, etwas Dill gemahlenen Walnüssen, Wasser und Salatöl mit Joghurt, Kreptascheta, sind gegrillte Röllchen aus gewürztem Hackfleisch, und der Schopska Salat.
Man sieht das man bei einem Besuch Sofias sowohl kulturell als auch kulinarisch voll auf seine Kosten kommt. Die beste Zeit für einen Besuch der Stadt und des reizvollen Umlandes, ist zwischen August und September, mit durchschnittlich knapp 20 Grad und geringen Niederschlägen. Dank der gute Verkehrsinfrastruktur und des internationalen Flughafens ist die Anreise und Fortbewegung innerhalb der Stadt denkbar unkompliziert. Und Sofia verfügt seit einiger Zeit über her vorragende internationale Hotels mit dem gewohnten Komfort, darüber hinaus gibt es natürlich auch viele kleinere charmanter Hotels, die den Aufenthalt in der Stadt angenehm gestalten.

