Die Saalfelder Feengrotten stehen im Guinness-Buch der Rekorde, weil die Natur sie zu den farbenreichsten ihrer Art auf der ganzen Welt werden ließ. Sie gehören zu den bekanntesten Touristenattraktionen Thüringens und sind zugleich ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlichen Bergbaus.
Vor allem aber sind sie eines: einen Besuch wert. Das bestätigen jährlich etwa 200.000 Besucher, die sich verzaubern lassen von der faszinierenden Vielfalt und Farbenpracht unter Tage. Die Feengrotten zogen seit ihrer Eröffnung im Jahr 1914 mehr als 17 Millionen Besucher aus aller Welt in ihren Bann.
Feen entfalteten in den Tiefen des verlassenen Bergwerkes ihre magischen Kräfte und verzauberten es mit Farbenreichtum und Atmosphäre. Die Saal felder Feengrotten gehören heute zu den bekanntesten touristischen Attraktionen in Thüringen. Bei romantischer Musik und Kerzenschein wird die Trauung vor der malerischen Kulisse der berühmten Gralsburg zu einem unvergesslichen Erlebnis. Bis zu 25 Personen tauchen ab und ein in die farbenprächtige unterirdische Welt. Die Eheschließung wird rechtskräftig durch einen Standesbeamten vollzogen und ist in Abstimmung mit dem Standesamt Saalfeld von Montag bis Sonnabend möglich.
Die Saalfelder Feengrotten befinden sich am südwestlichen Stadtrand von Saalfeld im heutigen Stadtteil Garnsdorf. Es ist gleichzeitig der SW-Rand des Saalfelder Talkessels, an welchem eine Mittelgebirgskette des Thüringer Schiefergebirges steil ausstreicht.
Das Gebiet der Feengrotten gehört im geologischen Sinne zur südthüringisch-nordsächsischen Antiklinalzone. Es grenzt direkt an die NE-Flanke des Schwarzburger Antiklinoriums und liegt nördlich am Nordrandabbruch des Thüringer Schiefergebirges.
Diese Antiklinalzone ist von nicht- bis schwach metamorphem Oberproterozoikum im Kern sowie mit Ablagerungen vom Kambrium beginnend bis hin zum Devon an den Flanken geprägt und durchsetzt mit sauren Plutoniten.
Das Gebirge an den Feengrotten besteht vorwiegend aus paläozoischen, mitunter nur noch schmal ausstreichenden Schichten des Ordoviziums und Silurs. Es überwiegen hier Alaun- und Kieselschieferhorizonte, in denen sich auch das Grubengebäude der Grotten befindet. Untergeordnet stehen silurische Ockerkalke sowie ordovizische Lederschiefer an. Ausgelaugte Diabasintrusionen sind vorhanden, aber eher selten und geringmächtig.
Die Schichten streichen allgemein NW – SE und fallen mit 15 – 55° nach NE. In den unteren Graptolithenschiefern verlaufen Streichen und Fallen aufgrund intensiver Faltung sehr variabel. Die Faltung erfolgte im Karbon infolge der varistischen Gebirgsbildung.
Diesen Gegebenheiten folgend, bewegte sich der Abbau des Alaunschiefers in zwei Mulden, die durch eine Aufsattelung des Lederschiefers voneinander getrennt sind. In der südöstlichen Mulde sind die erste und zweite Sohle aufgefahren, in der nördlichen die dritte.

