Luxor ist eines der bedeutesten Tourismuszentren von Ägypten. In Luxor befinden sich die wichtigsten archäologischen Stätten Ägyptens. Der Name der Stadt kommt aus dem Arabischen und bedeutet Stadt der Paläste. Die Ägypter nannten ihre Stadt "Waset", für die Griechen war Luxor die "Stadt der tausend Tore", Theben. Lange Zeit bildete sie das religiöse Zentrum und die Hauptstadt von Ägypten.
Ursprünglich war die Stadt aus Lehmziegeln erbaut, die allerdings die Jahrhunderte nicht überdauerten. Aber die Tempelanlagen, die aus Steinen errichtet waren, zeugen neben dem Tal der Könige und der Nekropole von der reichhaltigen Geschichte Ägyptens. Seit 1996 sind sie in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.
Eines der wichtigsten Baudenkmäler ist der Tempel von Luxor. Die Tempelanlage war dem Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und dem gemeinsamen Sohn Chons gewidmet. Wenn man das Denkmal von der Nilpromenade aus betritt, gelangt man in den Vorhof des Nektanebos I. Von dort hat man einen guten Blick auf die Allee, die in der Antike die Tempelanlage in Luxor mit dem Tempel von Karnak verband. Sie war damals 2.5. Kilometer lang und wurde auf beiden Seiten von Widdersphinxen eingerahmt. Durch den Pylon, abgeschrägte Mauern mit einem Durchgang, der flankiert ist von einem Obelisk und einer Statue, gelangt man in den Hof Ramses II. Dort befindet sich ein doppelter Säulengang aus Papyrusbündelsäulen. Der Tempel hatte hauptsächlich zwei Funktionen: Zum ägyptischen Neujahrfest, dem Opet-Fest, wurden die Statuen von Amun, Mut und Chons aus dem Karnaktempel zur zeremoniellen Feier transportiert. Die zweite Aufgabe bestand darin, einmal im Jahr den Pharao mit seinem göttlichen "Ka" in Verbindung zu bringen.
Ein zweites grandioses Denkmal der ägyptischen Geschichte ist die Tempelstadt von Karnak, eines der größten religiösen Bauwerke der Welt. Auch sie war der Göttertriade Amun, Mut und Chons geweiht. Eine riesige, 21 Meter hohe Säule zieht den Blick auf sich, sobald man den Tempelkomplex betreten hat. Am beeindruckensten ist aber die Säulenhalle mit 134 gewaltigen Säulen. Besucher können Obelisken, Statuen, den heiligen See und unzählige Reliefs an den Mauern besichtigen, wo hingegen in der Antike diese Kulturschönheiten nur den Göttern und Priestern vorbehalten waren.
Auch das Tal der Könige, die Nekropole ägyptischer Pharaone, mit dem Grab Tutanchamuns ist ein wichtiges Ziel für Touristen.

