Der westafrikanische Staat Gambia ist der kleinste afrikanische Kontinentalstaat und wird fast vollständig von seinem Nachbarland Senegal umschlossen. Nur die westlichen Grenzen öffnen sich zum Atlantik. Das Land Gambia hat sich entlang des Gambiarivers, der in den Atlantik mündet, gebildet und der Grenzverlauf gleicht dem Verlauf des Flusses.
In dem ehemaligen Kolonialstaat gilt Englisch auch heute noch als Amtssprache, sodass Reisende sich mit Englischkenntnissen gut zurecht finden.
An der Flussmündung des Gambiarivers in den Atlantischen Ozean liegt die Hauptstadt Banjul, deren Flughafen inzwischen auch von Ferienfluglinien angeflogen wird. Vor einigen Jahren wurde Gambia als Touristenziel entdeckt und stellt heute ein beliebtes Urlaubsland sowohl für Individualreisende als auch Pauschalurlauber dar.
Der überwiegende Teil der Hotels befindet sich an der traumhaften 80 Kilometer langen Atlantikküste Gambias. Hier finden sich paradiesische weiße Strände mit prachtvollen Palmenhainen, die zur Entspannung bei tropischem Klima einladen. Die meisten der luxuriösen Hotels bieten einen eigenen Zugang zum Strand.
Das einstige Fischerdorf Bakau hat sich zu einer Art touristischem Zentrum entwickelt und bietet mit einem bildschönen botanischen Garten sowie dem 'Heiligen Krokodilbecken von Kachikally' zwei beliebte Sehenswürdigkeiten. Die in Gambia als heilig angesehenen Krokodile können hier sogar gestreichelt werden.
Auch die Hauptstadt Banjul ist einen Ausflug wert. Die Stadt wurde auf einer flachen Sandbankinsel in der Flussmündung des Gambiarivers gegründet. Mit nur knapp 35.000 Einwohnern ist sie lediglich eine Kleinstadt, bietet aber mit dem Nationalmuseum und dem Triumphbogen ebenfalls schöne Sehenswürdigkeiten.
Eine halbe Autostunde von Banjul entfernt liegt Gambias größte Stadt Serekunda, in der ca. 350.000 Einwohner leben. Die schnell wachsende Stadt ist Gambias Handelszentrum und mittlerweile Sitz einiger Botschaften, wie z.B. der USA.
Bei Gambia-Reisenden besonders beliebt sind die Flussfahrten ins Innere des Landes auf dem Gambiariver. So verkehrt z.B. von November bis April - was zugleich die beste Reisezeit für Gambia ist - einmal wöchentlich der ehemalige schottische Passagierdampfer 'Lady Chilel' auf dem von traumhaften Mangrovenwäldern umgebenen Fluss. Entlang des Flusses kann man auch zahlreiche sagenumwobene Steinkreise sehen, die etwa im 8. Jahrhundert errichtet wurden.
Um die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Afrikas zu erleben, empfiehlt sich insbesondere ein Besuch des Abuko Naturreservats, das ca. 20 Kilometer südlich von Serekunda liegt.
Wenngleich Gambia nur ein sehr kleines Land ist, bietet es den Touristen ein vielfältiges Angebot an Urlaubsaktivitäten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Reise in den Senegal zu erweitern.

