Die Bezeichnung Athen des Nordens geht auf den bekannten deutschen Schriftsteller Theodor Fontane, der bei seinen Aufenthalten der Stadt diesen Beinamen verlieh.
Die zahlreichen Hügel lassen einen Vergleich mit der griechischen Hauptstadt durchaus zu. Der bekannte schottische Literat Sir Walter Scott bezeichnete seine Heimatstadt zärtlich als
„ My own romantic Town“. Jahrzehntelang beherrschenden die rauchenden Kamine der Fabriken das Stadtbild Edinburghs, doch die wirtschaftliche Entwicklung und der Aufschwung Schottlands haben zu einer Änderung des Stadtbildes geführt, und heutzutage besinnen sich die Einwohner wieder vermehrt ihrer reichhaltige kulturellen und architektonischen Gesichte. Zahlreiche imposante Baudenkmäler wurden in den letzten Jahren saniert und prägen wieder das Stadtbild. Das her rausragende Gebäude der Stadt ist das Schloss Edinburgh Castle. welches die Silhouette Edinburghs beherrscht und als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands gilt. Die erste Festungsanlage stand an dieser Stelle bereits im 7.Jahrhundert, das älteste noch erhaltene Gebäude ist die kleine Kapelle die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Im inneren des Schlosses befindet sich der sagenumwobene Stone of Scone, auf dem seit dem Mittelalter die schottischen und englischen Könige gekrönt wurden. Am Fuße des Schlosses, an der Royal Mile, findet alljährlich Ende August, das Military Tattoo, das größte Musikfestival Schottlands, mit 20.000 Zuschauern statt.
Aber auch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten sind während eines Städtetripps zu entdecken. Neben dem Edinburgh Castle gehört die St. Giles Kathedrale zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sie befindet sich circa 500 Meter vom Schloss entfernt an der Hauptachse der Stadt, die Royal Mile. Der erste Kirchenbau an dieser Stelle datiert aus dem 9. Jahrhundert, nachdem die Kirche bei einem Brand 1385 fast vollständig abbrannte, wurde sie anschließend im gotischen Stil wieder errichten, und bekam Ende des 15. Jahrhundert den heutigen Glockenturm. Im 16. Jahrhundert predigte hier der schottische Reformator John Knox, sein Grab auf dem Friedhof und eine Skulptur erinnern noch heute an ihn.
Vor knapp 30 Jahren wurde die Kathedrale behutsam restauriert und saniert. Ein weiterer Höhepunkt jeder Sightseeing Tour ist die Residenz der schottischen Könige, der Holyrood Palace, dieser befindet sich am östlichen Ende der Royal Mile. Der Palast wurde im 17. Jahrhundert erbaut und wurde zeitweise bewohnt von der schottischen Königin Maria Stuart, Hauptakteurin des gleichnamigen Dramas von Friedrich Schiller.
Edinburgh lockt die Besucher auch zum einem ausgedehnte Einkaufsbummel. Die Princess Street, im Stadtzentrum gelegen, ist die Haupteinkaufsstraße der Stadt, von ihr aus hat man einem schönen Blick auf den Park “Princes Street Gardens“, die Altstadt und das Schloss, und da sie größtenteils für den Privatverkehr gesperrt ist, lädt sie zum schlendern ein.
An der Nordseite der Straße ist das berühmte Kaufhaus Jenners angesiedelt, an der Südseite befindet sich der Bahnhof, die Royal Scottish Academy und die National Gallery of Scottland. Das im 1859 im klassizistischen Stil erbaute Gebäude beherbergt eine umfangreiche Gemäldesammlung und ein Museum für schottische und europäische Kunst
Seit September 2004 beherbergt die Stadt das schottische Parlament, in einem vom katalanischen Architekten Enric Miralles entworfenen, und mit dem britischen Architekturpreis ausgezeichneten, Gebäudes am Fuße des Hausberges “Carlton Hill“ gegenüber der Residenz der schottischen Könige.
Für eine kurze Städtetour bietet Edinburgh genügend Sehenswürdigkeiten, Museen, ausgezeichnete Bars und Restaurants und ein amüsantes Nachtleben. Der Charme dieser altehrwürdigen Stadt zieht die meisten Besucher schnell in seinen Bann.

