Die Burg Sümeg ist eine auf einem Hügel nahe des gleichnamigen Ortes gelegene Burg. Sie befindet sich einige Kilometer nördlich des Balaton (Plattensee) und bietet so eine reizvolle Abwechslung im Rahmen eines Urlaubs am Plattensee.
Im 13. Jahrhundert wurde die Burg vom damaligen ungarischen König Stephan V gegründet. Im 15. Jahrhundert ließ der Bischof von Veszprém, Albert Vetési die Burg in dem heutigen Zustand ausbauen. Er ließ auch unter anderem die auf der nordöstlichen Seite liegende, nach ihm benannte Kanonenbastion errichten. Als die Türken Budapest erobert hatten und auf dem Vormarsch nach Wien waren, versuchten sie vergeblich die Burg zu erobern. Im Jahre 1664, nachdem die Türken die Schlacht in der Nähe des westungarischen Städtchens Szentgotthárd verloren hatten, eroberten diese Sümeg und setzten die Stadt und die Burg in Brand. Kurze Zeit später wurde die Burg und die Stadt aber wieder aufgebaut. Danach war die Burg im ungarischen Freiheitskampf noch einmal Schauplatz von Kampfhandlungen, wurde aber nicht mehr völlig zerstört.
Nachdem sich in kommunistischer Zeit der bauliche Zustand der Burg verschlechterte, wurde sie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum Großteil wieder restauriert.
Seit dieser Zeit wurde die Burg Sümeg auch zu einem touristischen Ausflugsziel ausgebaut. Auf der Burg Sümeg hat man eine herrliche Aussicht, die bis zum Plattensee reicht. Des Weiteren geben die Gebäude und die Ausstellungen gute Eindrücke über die Lebensbedingungen der Bewohner dieser Anlage wieder.
Heute finden in der Burg zahlreiche Ausstellungen statt. Die Burg beherbergt außerdem ein Kutschen- und ein Waffenmuseum. Zudem ist sie Austragungsort von zahlreichen mittelalterlichen Märkten und Ritterspielen.
Besonders interessant sind die im Sommer stattfindenden Burgtage in der am Fuße des Burghügels gelegenen Ritterarena, in denen zum Einen Ritter aus dem 13. Jahrhundert in eindrucksvollen Schaukämpfen und Schauturnieren das Mittelalter lebendig werden lassen. Außerdem findet regelmäßig eine Vorstellung statt, in der sehr realistisch die vergebliche Einnahme der Burg durch die osmanischen Türken nachgespielt wird. Anschließend findet ein Festessen statt, bei dem Gerichte der damaligen ungarischen Küche dem Besucher angeboten werden.

