Bei Canyamel handelt es sich um einen kleinen, beschaulichen Ferienort an der Ostküste Mallorcas. In der näheren Umgebung liegen die Tropfsteinhöhlen Coves d'Artà. Rein verwaltungstechnisch gehört er zur Gemeinde von Capdepera. Der Ort ist zu allen Seiten, aus zur Meerseite, bewaldet und von 200 bis 300 m hohen Hügeln umgeben die in Südwesten der Insel in das Cap des Pinar o des Raix, und nach Nordosten führen, in das Cap Vermell, wo sich auch die besagten Tropfsteinhöhlen befinden. Die Playa Canyamel, der etwa 300 m lange Strand des Ortes, verfügt über feinen Sand und lädt Besucher zum erholen und sonnen grade zu ein.
Die Stadt ist unterteilt in eine vom Tourismus geprägte Hälfte im Süden und in eine moderne Nordhälfte. Diese Trennung erfolgte nicht ganz freiwillig, denn die Stadt wird durch den Fluss Torrente Canyamel geteilt. Die südliche Hälfte hält diverse Hotels und eine Promenade für Besucher bereit. Die Nordhälfte, am Cap Vermell, in der sich neben vielen Villen auch ein Golfplatz befindet. Laut eines Bauprojektes, mit einem Budget von ca. 140 Millionen Euro, der Regionalregierung ist an dieser Stelle auch ein luxuriöses Fünf-Sterne-Plus-Hotel geplant.
Der 1988 eröffnete Golfplatz am nördlichen Ortseingang von Canyamel wurde von José "Pepe" Gancedo in die Ausläufer des Puig Negre gebaut. Die einzige Bedingung war damals der erhalt der Natur von Mallorca und so wenig wie möglich in diese einzugreifen. Die Fairways, als schwierig eingeordnet mit ihren abschüssigen Grüns erstrecken sich zwischen Palmen, Feigen- und Mandelbäumen und bieten so den Spielern eine perfekte Mischung aus toller Umgebung und gute Spielbarkeit.
Am Golfplatz vorbei führt ein halbstündiger Aufstieg entlang der Felshänge. Dort findet man zwischen Olivenbäumen die prähistorische Talayot-Siedlung Es Claper des Gegants. Von der erst 1998 freigelegten Siedlung sind erst nur wenige Grundmauern ausgegraben, die im anders als die Ses Païsses bei Artà, noch nicht durch Informationsmaterialien aufbereitet sind.
Natürlich hält Canyamel auch einige Sehenswürdigkeiten für Urlauber bereit. Da wäre zum Beispiel der aus dem 13. Jahrhundert stammende "Torre de Canyamel", ein Zinn beschlagener Wehrturm der auf einen quadratischen Grundriss erbaut wurde und drei Stockwerke hoch ist. Dieser soll sich höchstwahrscheinlich aus der Zeit von Jaumes I. stammen. Dieser hieß ursprünglich "Torre de Montsó" und wurde erst im 15. Jahrhundert umbenannt. Er diente früher als Wach- und Wehrturm zur Abwehr von Piraten. Heute gibt es an diesem Ort ein kleines Museum. Die Höhlen Coves d'Artà gehören zu den größten Tropfsteinhöhlen Mallorcas, sie werden seit neuestem auch als Coves de Canyamel ausgeschildert

