Brügge in der Provinz Westflandern gilt als eine der schönsten Städte in Europa. Vor allem die recht große und sehr gut erhaltene Altstadt im mittelalterlichen Stil ist verantwortlich für diesen Ruf.
Besonders sehenswert in Brügge ist die sehr gut erhaltene mittelalterliche Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Sie ist umgeben von Wallanlagen, auf denen Windmühlen gebaut wurden. Die Altstadt wird durchzogen von zahlreichen Kanälen (so genannte Reien), die mit dem kanalisierten Fluss Reie verbunden sind. Somit ist die Altstadt nicht nur über gepflasterte Wege zu erreichen, sondern auch mit dem Boot. Brügge war im Jahr 2002 europäische Kulturhauptstadt.
Die Reie führt zum so genannten Zwin (zu deutsch auch Swin). Der Zwin war einmal die Flussmündung der Reie, die aber bei einer Sturmflut überschwemmt wurde, wodurch ein Seearm entstand. Dieser Seearm bescherte der Stadt Brügge einen wichtigen Seehafen an der Nordsee, was den Handel sehr voran brachte. Mit der Zeit versandete der Seearm aber wieder und der Handel zog sich aus Brügge zurück. Heute ist der Zwin das größte Naturschutzgebiet an der belgischen Küste.
Weitere sehenswerte Bauten sind die Kathedrale Sint Salvator und die Liebfrauenkirche mit der Madonna von Michelangelo. Auch noch interessant sind der Beginenhof, das Rathaus und der Belfried mit seiner grandiosen Aussicht.
In Brügge entstand wegen des starken Handels die vermutlich erste Börse der Welt. Die Kaufmannsfamilie van der Beurse richtete in ihrem Haus einen Vorläufer der heutigen Börsen ein.
Das weitere Kulturprogramm umfasst einige Theater und Konzertsäle, Festivals und Museen. Wobei das Concertgebouw (Konzertgebäude) wohl das markanteste Gebäude ist.
An Festivals wird neben einigen Musikfestivals auch ein Schokoladenfestival angeboten. Zum Thema Museen ist für Interessierte vor allem das Memlingmuseum im Alte Sankt-Jansspital zu empfehlen oder das Groeningmuseum.

