Die zweitgrößte Stadt Englands hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einem der beliebtesten Touristenziele Großbritanniens entwickelt. In einem Land dass seit jeher Ziel vieler Einwanderer war und in dem Kulturen aus fast allen Winkeln dieser Erde zusammenleben, ist Birmingham einer der großen ethnischen Schmelztiegel, fast jeder Dritte Einwohner ist nicht britischer Herkunft. Der Großteil der Einwanderer kommt aus Pakistan, der Karibik, Indien und Irland. In Birmingham leben die meisten Rastafaris außerhalb Jamaikas, fast 150.000 Pakistanis, und die alljährliche St. Patrick´s Day Parade ist die drittgrößte der Welt.
Die Entwicklung der Stadt Birmingham steht dabei stellvertretend für den Aufschwung der englischen Wirtschaft. Seit den 70er Jahren hat sich die ehemals von der Schwerindustrie geprägte Stadt zu einem Dienstleistungszentrum entwickelt. Das Stadtbild hat sich in den letzten Jahren stetig verändert, einstmals beherrschten die grauen und dreckigen Fabrikschlote die Stadt und ihre Umgebung. Diese werden nunmehr von den neuen, hoch aufstrebenden Bürogebäuden und Einkaufszentren abgelöst. Am Rande des internationalen Flughafens wurde ein neues Messezentrum errichtet, immerhin das größte Großbritanniens. Die zahlreichen Backsteinbauten wurden saniert und prägen auch weiterhin die Stadt. Dies ist bereits die zweite Sanierungswelle innerhalb der letzten 60 Jahre, kurz nach dem zweiten Weltkrieg wurden viele der heruntergekommenen Arbeiterviertel abgerissen und eine neue Innenstadt angelegt.
Die Stadt wird jedes Jahr von Millionen Touristen besucht, und bietet neben dem Londoner West End die besten Einkaufsmöglichkeiten Englands. Birmingham verfügt über ein großes Kanalnetz, von dem die Einwohner gerne behaupten es sei größer als das Venedigs. Sie bilden heutzutage mit ihren zahlreichen Bars und Restaurants ein belebtes Ziel für Touristen und Einheimische. Doch die Stadt im Herzen Englands, bietet ihren Besucher eine große Auswahl Sehenswürdigkeiten, kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen, und natürlich ein pulsierendes Nachtleben. Kunstliebhaber sollten aufjedenfall einen Abstecher ins “Barber Institute of Fine Arts“ machen, in dem unter anderem Werke von Van Gogh, Picasso und Monet ausgestellt werden. Die botanischen Gärten der Stadt empfangen die Besucher mit einer großen Auswahl an Zierpflanzen aus vielen Teilen der Welt. Das chinesische Viertel hat sich zum Mittelpunkt des Nachtlebens entwickelt. Das technische Museum, das Birmingham Thinktank, beherbergt die älteste noch funktionierende Dampfmaschine der Welt, die 1779 vom ehemaligen Bewohner der Stadt, James Watt, entworfen und gebaut wurde. Für eine ausgedehnte Shoppingtour empfehlen sich auch das neue Einkaufszentrum in der Innenstadt, der so genannte Bullring, und das Selfridge Kaufhaus mit seiner aufwendig gestalteten Außenfassade.

