Der A340-600 von South African Airways hebt fast pünktlich kurz nach 21 Uhr in Frankfurt ab. Die Business Class des leisen Riesen macht den Flug zum genußreichen, erholsamen Vergnügen. Das Essen ist sehr delikat, die Auswahl südafrikanischer Weine hervorragend und das angebotene Unterhaltungsprogramm läßt keine Wünsche offen.
Der Flughafen Johannesburg spiegelt das Bemühen Südafrikas, die Fußball-WM 2010 ordnungsgemäß auszurichten, in eindrucksvoller Weise. Das emsige Treiben wirkt auf europäische Augen einfach chaotisch, den reibungslosen Ablauf des Flugverkehrs verhindert es jedoch nicht, so daß die Anschlußmaschine nach Nelspruit nahezu pünktlich startet.
Ziel ist der Kruger-Nationalpark, das größte Wildschutzgebiet Südafrikas im Nordosten des Landes. Die gemütliche Autotour vom Kruger Mpumalanga International Airport bis zum Numbi Gate Eingang führt rund zwei Stunden durch die verschiedensten Landschaften und läßt ahnen, welche Vielfalt dieses Land zu bieten hat.
Die ersten neugierigen Giraffen erwarten den staunenden Gast bereits unmittelbar nach Einfahrt in den Park und entlang des Wegs zur Safari Lodge schließen sich noch Elephanten, Impalas und Warzenschweine dem Begrüßungskomitee an.
In der Tinga-Lodge stellt sich sofort das absolute Out-of-Africa-Feeling ein. Direkt am Sabi-River gelegen, mit einer Terrasse, vor der sich Nilpferde im Wasser tummeln und einer imposanten Kudu-Trophäe über der Bar, werden alle Erwartungen übertroffen.
Die morgens und abends durchgeführten Safaris im offenen Jeep sind ein unvergeßliches Erlebnis und an den Sundowner in der offenen Savanne vor untergehender Sonne denkt man immer wieder wehmütig zurück.
Die nächste Station ist Durban am Indischen Ozean, mit über drei Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Südafrikas und mit dem größten Seehafen des gesamten Kontinents.
Die Standpromenade, auch Golden-Mile genannt, bietet eine Vielzahl an Restaurants und Hotels, aber auch Sehenswürdigkeiten wie den Schlangenpark oder das bekannte uShaka Marine-World Aquarium. Der Besuch des Botanischen Gartens ist lohnenswert, finden sich hier doch Pflanzen aus aller Welt und bei subtropischen Temperaturen ist eine Siesta unter einer schattigen Riesenpalme eine Wohltat.
Der Indische Markt beeindruckt mit unzähligen Ständen und einem Potpourri unterschiedlichster Düfte, es ist nahezu unmöglich, hier nichts zu kaufen.
Die Eigenschaft Durbans als Schmelztiegel der Kulturen wird deutlich an der Vielzahl der religiösen Einrichtungen. Die Juma-Moschee ist die größte der südlichen Hemisphäre und der Alayam Hindu Tempel ist der älteste in Südafrika, daneben gibt es eine große Zahl christlicher Gotteshäuser sowie den Hare Krishna Temple of Understanding.

